Den Kopf frei laufen
Mittagsjogger Die sportliche Art die Mittagspause zu verbringen

Seitenausgang des Stadthauses, 12.00 Uhr: Während sich die Kolleginnen und Kollegen«En Guete» wünschen, stehen bereits zwei bis bestenfalls sieben Männer in sportlicher Kleidung für ihre «Mittagsrunde» bereit. Einst haben Beat Erne, Leiter Marketing und Kommunikation der a.en und der ehemalige Turnlehrer, Rektor und Nationaltrainer der Paralympics Roland Giger beschlossen, gemeinsam in der Mittagspause zu laufen. Darauf haben sich immer mehr lauf- und sportbegeisterte Mitarbeiter des Stadthauses den Beiden angeschlossen und so die «Mittagsjogger»-Gruppe ins Leben gerufen. Die Gruppe ist jedoch kein Verein und es besteht kein Zwang, regelmässig mitzulaufen. Bei den meisten Läufern handelt es sich um Mitarbeiter der Stadtverwaltung, doch inzwischen haben sich auch Personen anderer Arbeitgeber und Branchen angeschlossen. So auch der 36-jährige Thomas Wick, der durch die unterschiedlichen Strecken Olten kennen gelernt hat - sozusagen eine Stadtführung der schnelleren Art. Drei bis vier Mal pro Woche trifft sich der «harte Kern»,bestehend aus dem 49-jährigen Beat Erne und dem 48-jährigen Samuel Köhli beim Seitenausgang des Stadthauses. Je nach Terminplan versuchen aber auch die restlichen «Mittagsjogger», mindestens einmal pro Woche, mitzulaufen: Der 58-jährige Markus Pfefferli, der 46-jährige Markus Sieber, der 41-jährige Stefan Hagmann, der 53-jährige Alfred Küng und der jüngste im Bunde, der 36-jährige Thomas Wick. Am Morgen wird jeweils kurz per E-Mail angefragt, wer Zeit und Lust auf eine «sportliche Runde» habe.
Die kurze und die lange Mittagspause
Abhängig von den zeitlichen Möglichkeiten stehen vier bis fünf kürzere und längere Routen zur Auswahl. «Zu den 10 bis 12 km umfassenden Laufstrecken gehören Ruppoldingen, Obergösgen, «1000-Stägli», Born Kapelle, Gheidrunde, Tunnelrunde, Sälirunde, Engelbergtäli. Die längere Strecke Richtung Kraftwerk-Gösgen umfasst rund 20 km. «Durch die gemeinsame Aktivität hat sich abteilungsübergreifend das Verhältnis zueinander weiter positiv verändert», betont Stefan Hagmann. So komme es auch zwischendurch vor, dass während dem Laufen auch Geschäftliches diskutiert werde. Das Laufen in der Gruppe sei motivierend und biete zudem den Vorteil, Kontakte zu pflegen, sind die «Mittagsjogger» überzeugt. «Das Laufen verschafft mir neue Energie und sorgt für einen gewissen Abstand zum Büroalltag», so Alfred Küng. Aber mal ehrlich, joggen bei jedem Wetter? «Ja, wir sind eine sehr wetterfeste Gruppe und drehen unsere Runden bei Wind und Wetter», so der 53-Jährige. Die Stadt Olten stellt den Sportbegeisterten drei Duschen zur Verfügung.
Einsatz am Gigathlon
Neben dem Mittagslauf üben die meisten Mitglieder der «Mittagsjogger»-Gruppe im Privaten auch andere Sportarten als Ausgleich aus. «Das Schwimmen ist beispielsweise ein guter Ausgleich zu dem gelenkbelastenden Joggen», weiss Markus Sieber. Trotzdem mussten sich Sieber und Pfefferli in die Disziplinen Schwimmen und Biken einarbeiten, die am Gigathlon auf dem Programm standen. Regelmässig während der Mittagspause zu trainieren reichte Köhli, Sieber und Pfefferli nicht aus, nein, sie wollten es wissen und meldeten sich in der Kategorie «Team of Five» als «Fuuhorn Olten»-Gruppe für den Gigathlon Olten an. Als Läufer stand Samuel Köhli im Einsatz, Markus Sieber war der Schwimmer der Gruppe, Markus Pfefferli startete mit dem Bike und Petra Ledermann auf den Inlineskates und Gertrud Ammann auf dem Rennvelo sorgten für die weibliche Verstärkung. Erfolgreich absolvierte das Team die beiden Gigathlon-Tage und erkämpfte sich den 285. Rang. «Es war ein Superanlass und wir hatten grosse Freude an der erfolgreichen Platzierung», so Markus Pfefferli begeistert. Bereits werde über eine weitere gemeinsame Teilnahme an einem Gigathlon nachgedacht.
Die «Chemie» muss stimmen
Interessierte Personen, die sich ebenfalls gerne während der Mittagspause sportlich betätigen möchten, sind herzlich zu einem «Schnupperlauf» eingeladen. Grundsätzlich können alle Interessierten mitlaufen, jedoch sollte eine gewisse Grundfitness vorhanden sein», wendet Thomas Wick ein. Zudem sei es auch wichtig, dass die «Chemie» in der Gruppe stimme. «Diese Laufrunden bedeuten für mich ein besonderes Stück Arbeitsqualität», so Köhli abschliessend.