«Alles hat ein Ende»
Oltner 2-Stunden Lauf Emile Stricker, Initiant des 2-Stunden Laufs wird an der diesjährigen 25. Durchführung ein letztes Mal federführend sein. Anschliessend übernimmt der Kiwanis Club die Organisation.
Emile Stricker arbeitete bei der Cevi Schweiz und erfuhr erstmals von der Durchführung von 2-Stunden Läufen. Der in Appenzell aufgewachsene Stricker zog vor 31 Jahren nach Olten. «Damals fehlte Olten ein solcher Anlass, deshalb lancierten wir vom lokalen Cevi Verein die Durchführung des Oltner 2-Stunden Laufs», erinnert sich Emile Stricker. Inzwischen hat sich der Verein aufgelöst und der Lauf wird von langjährigen, freiwilligen Helfern organisiert. «Ich hatte stets Freude an der Durchführung dieses Laufes, welcher sich von einem Vereins- zu einem Stadtanlass entwickelte und aus dessen Organisation über die Jahre viele gute Kontakte entstanden sind», so Präsident Stricker.
Laufen für einen guten Zweck
Beim 2-Stunden Lauf handelt es sich um einen Sponsorenlauf. Jeder Läufer sucht sich Sponsoren, welche ihm pro Kilometer einen gewissen Betrag bezahlen. Einst wurde der Lauf-erlös einem Ausländischen Hilfsprojekt gespendet. Heute fliesst das Geld in ein regionales und ein internationales Projekt. Dieses Jahr wird der Ertrag dem «FemmesTische», einem Projekt des Schweizerischen Roten Kreuzes Kanton Solothurn und einem internationalen Projekt von horyzon im Bereich der Jugendförderung in der Balkanregion, gespendet.
Zunehmende Läuferzahlen
Bis anhin sind rund 330 Anmeldungen bei Stricker eingegangen. Seit rund drei Jahren besteht zudem die Möglichkeit, als Gruppe zu starten, und so 33 Prozent des Lauferlöses für ein eigenes Projekt einzusetzen. Start- und Zielort der1,8 Kilometer langen Strecke ist seit Jahren der Ildefonsplatz. Daneben werden jedes Jahr bekannte Vertreter aus Sport und Politik für das Mitlaufen am 2-Stunden Lauf angefragt. So sind unter anderen neben den Stadt- und Nationalräten auch Landammann Peter Gomm, der Rollstuhlfahrer Heinz Frey und die Triathletin Natascha Badmann die Oltner Runden gelaufen.
Gute Entwicklung
Welcher Lauf ist dem 56-Jährigen in Erinnerung geblieben? «Einen bestimmten Lauf kann ich nicht nennen, aber seit die Zusammenarbeit mit dem «Konzerte am Turm-Team» besteht, hat sich der Anlass positiv entwickelt. So wird, neben dem Lauf, ein Rahmenprogramm angeboten. Die Atmosphäre auf dem Ildefonsplatz mit Musik und Festwirtschaft finde ich grossartig», so Stricker.
Ein letztes Mal
Die Vorbereitungen für den 2-Stunden Lauf beginnen bereits im Vorjahr: Bereits im November findet die erste von rund drei Sitzungen statt. Dabei werden die Ressorts zugeteilt und Ideen entwickelt. Jede Person betreut ihr Ressort selbstständig, jedoch laufen die Fäden bei Emile Stricker zusammen. Dabei gilt es, die unterschiedlichsten Bereiche, wie Streckensicherung, Platzorganisation, Rahmenprogramm und Verpflegung etc. zu organisieren. Am 2-Stunden Lauf werden rund 70 Freiwillige im Einsatz stehen. Wie hat sich die Arbeit für den 2-Stunden Lauf in den letzten Jahren verändert? «Zu Beginn waren nicht alle begeistert darüber, dass wir den Lauf in der Stadt durchführen möchten. Heute gehört der Anlass zu einem Fixpunkt in der Agenda und die Zusammenarbeit funktioniert einwandfrei», erklärt Stricker, der nicht traurig darüber ist, den Anlass das letzte Mal zu organisieren. «Ich fand das Gefühl, gemeinsam etwas Sinnvolles zu organisieren sehr schön, aber alles muss ein Ende haben und ich möchte das Ende selbst bestimmen können», so Stricker augenzwinkernd.